Bremer Manifest - Energie in Bürgerhand

Das Bremer Manifest und die Plattform der Initiative wurden am 17. September 2016 auf dem Konvent des Bündnis Bürgerenergie in Berlin vorgestellt. In diesem Blog berichten wir aus unserem Arbeitskreis.

21.02.2017

Petra Franz: "Energiewende zu 100% Erneuerbaren Energien im Sinne des Gemeinwohls"

Bereits als Jugendliche beschloss ich, meinen Beruf im Bereich der Erneuerbaren Energien zu suchen, weil ich sie als eine mögliche Antwort sehe, wie wir uns mit Energie versorgen können, ohne dabei auf Kosten von anderen Menschen und Ökosystemen zu leben. 2001 fand ich als Diplom-Physikerin den beruflichen Einstieg in die Branche. Photovoltaik war und ist ein Schwerpunkt.

Angesichts der aktuellen politischen Entwicklungen will ich mich jetzt mit Menschen verbünden, um gemeinsam die Rahmenbedingungen für eine Energiewende zu 100% Erneuerbaren Energien zu erarbeiten. Das Bremer Manifest stellt keine Forderungen an andere. Die Stichworte, die mich in dem Text ansprechen: dezentral, demokratisch, Eigenverantwortung, Gemeinschaft. Das ist das, was Bürgerenergie für mich ausmacht. Wir machen unsere Energiewende selbst! Dieser Vision schließe ich mich gerne an und so arbeite ich seit September 2016 im Arbeitskreis zum Bremer Manifest mit.

Auch wenn in dem Manifest das Stichwort "Ökologie" fehlt, will ich die ökologischen Fragen unbedingt mitdenken. Viele Ökosysteme sind aktuell gefährdet. Wenn sie zusammenbrechen, kann das nicht nur Einfluss auf die Menschen haben, die dort leben. Wir leben alle auf diesem einen Planeten, der im Moment noch so unglaublich viel zu bieten hat, auch wenn viele Arten bereits ausgestorben sind und aktuell weiter aussterben. Wenn wir den (noch) vorhandenen Reichtum erkennen und unsere Bedürfnisse begreifen, dann ist genug für alle da – in jederlei Hinsicht! Dann finden wir auch Alternativen zu Rohstoffen wie z.B. Lithium, deren Abbau neue ökologische Probleme verursacht. Und ja: Wüsten können wieder grün werden.

Ich suche den Dialog. Daher ist mein Hauptanliegen in dem Arbeitskreis, die Internetseite möglichst bald interaktiv zu gestalten, so dass wir mit allen, die daran Interesse haben, in den Austausch kommen. Dezentral und an dem Ort, wo wir gerade durch das Internet miteinander verbunden sind. Lasst uns die Energiewende gemeinsam so gestalten, dass wir alle davon profitieren können. Technisch gibt es schon jetzt jede Menge Lösungen und ich bin mir sicher, dass die Menschheit, die bereits so viele Science-Fiction Visionen realisiert hat, auch Antworten auf die noch offenen Fragen finden kann. Zeitnah und im Sinne des Gemeinwohls: ökonomisch, sozial und ökologisch!

Petra Franz, Energiebürgerin und #nachhaltig #unterwegs


 
13.02.2017

Beate Petersen: "100% Erneuerbare Energien so bald wie möglich, da nicht handeln teu(r)er wird!“


Energiepolitik ist auch Wirtschaftspolitik. Es gilt, (wieder) verantwortungsvoll zu handeln, weil es uns Menschen, unserer Mitwelt und unserer Erde gut tut!

„Wirtschaft ist Wachstum“ - wirklich? So sagt und lehrt man jedenfalls immer noch. Ethisch ist dies nicht, denn es geht auf Kosten anderer. Warum sollen nur wenige Menschen gut leben und andere dafür auf lebensnotwendige Ressourcen verzichten müssen?

Machen wir uns unseres ökologischen Fußabdrucks bewusst, der als moralischer Rucksack noch schwerer wiegen müsste! Da handle ich doch lieber und zeige stattdessen meinen ökologischen Handabdruck. ;-)  
BürgerEnergiE, Bioland-Anbau, Gemeinwohl-Ökonomie… – dies sind Bewegungen, die aus bürgerschaftlichem Engagement entstanden sind, weil Bürger*innen nicht mehr warten, sondern starten – und mutig handeln. Für uns alle!

Mit Glück fängt auch Politik vermehrt solche Samen des Wandels auf und verabschiedet sich endlich vom „Weiter so!“. Nur auf Technik zu vertrauen, heißt: nur Symptome lindern, nicht aber Ursachen heilen! Mit gutem Gewissen maßvoll wirtschaften – DAS ist echter Gewinn!

BürgerEnergiE ist Teil der regionalen – ökologisch-sozialen - Wirtschaft, die echte Wertschöpfung in der Region hält und auskömmliche Arbeitsplätze schafft. Damit bleiben Gewinne, verlässliche Steuereinnahmen und Teilhabe in der Region. Steuern werden dort gezahlt, wo Energie erzeugt und Umsätze erzielt werden. Sonst fehlt vor Ort weiterhin das Geld, um Bildung, Infrastruktur etc. zu bezahlen, wovon wir doch alle profitieren! Gemeinsam das Gemeinwohl mehren ist etwas vollkommen anderes als die heute - egal auf wessen Kosten - übliche grenzenlose Gewinnmaximierung.

„Grenzen des Wachstums“ – eine Forderung, die fast ein halbes Jahrhundert alt ist. Etwas jünger, aber ebenso bekannt ist der „Stern-Report“ mit der Kern-Aussage, dass frühzeitiges - klimaschützendes - Handeln im Ergebnis zwar kostet, dies aber deutlich weniger sein wird als (zu) spät oder nicht zu handeln. Klimaschäden und Folgen sind bezifferbar - dies sollte Entscheidungsträger lenken, nicht die Lobbyisten!

Zusammenhänge erkennen ist wichtig, Handeln für den Wandel lohnt und sinnhaftes Tun macht Freude - davon bin ich überzeugt!

Die Energiewende ist eine zukunftsfähige VISION Vieler, die Energie einsparen, effizient nutzen und vielfältig handeln – auch mit der eigenen Solaranlage und/oder der Beteiligung an Bürgerenergieprojekten, die nur gemeinsam umgesetzt werden können… Starten statt warten – DAS geht auch mit kleinen Beiträgen, wenn wir es als UNSER gemeinsames Ziel definieren und wirklich vernetzt umsetzen (wollen).

BürgerEnergiE ist sozial, weil wir JETZT in den Umbau unseres Energiesystems investieren, um ZUKÜNFTIG weder Rohstoffkosten noch teure Energie-Importe bezahlen zu müssen.  SONNE ist unsere Energiequelle. Sie scheint schon heute überall und schickt uns dafür – angelehnt an den Energie-Pionier Franz Alt - keine Rechnung… Dezentral erneuerbar - diese Energieversorgung geht nur MIT den Bürger*innen, nicht gegen sie. Mit BürgerEnergiE investieren wir in UNSERE Zukunft: Unabhängigkeit und Preisstabilität sind unbezahlbar und Friedensstifter!

Beate Petersen, Diplom-Finanzwirtin, engagiert auch in Gemeinwohl-Ökonomie und BürgerEnergie – dezentral erneuerbar & bürgernah!


 
25.01.2017

Wolfgang Siegel: "Das Bremer Manifest und meine Vision"


Es gibt nur eine Erde, die allen gehört, die auf ihr leben. Lernen, in Verbundenheit zu handeln, das ist die größte Herausforderung meines Lebens.

In Bremen ist die Vision in unserer Gruppe engagierter Bürger aus dem ganzen Bundesgebiet lebendig geworden, dass die Energieversorgung in die Hände der Menschen gehört, die von einer sicheren und bezahlbaren Energieversorgung abhängig sind. Sie, die Leserin und der Leser gehören auch dazu. Außerdem sind wir alle auf eine lebenswerte Umwelt und einen Stopp des Klimawandels angewiesen. Deshalb brauchen wir, ob arm oder reich, 100% erneuerbare Energien mit intelligenten Speicherungen und Leitungssystemen so schnell wie möglich.

Wir müssen zusammenhalten, wenn wir dieses große übergeordnete Ziel erreichen wollen, auch wenn wir bei einzelnen Themen unterschiedliche Auffassungen haben. Gemeinsam haben wir die Kraft, uns gegen die großen Energiekonzerne, die der politischen Führung unseres Landes ihr Konzept diktieren, durchzusetzen. Diese wollen eine zentralistische Versorgung mit großen Kraftwerken, um dort ihr enormes Kapital maximal gewinnbringend zu Lasten des Gemeinwohls einzusetzen. Die Profite aus dem von uns, den Steuerzahlern, subventionierten Kohle- und Atomstrom sollen solange wie möglich fließen. Später wollen sie allein die Erneuerbaren in der Hand halten. Monopolprofite im Energiesektor stehen für sie in Aussicht, die von uns Bürgern teuer bezahlt werden. Dr. Axel Berg hat dies für jedermann und jede Frau sehr gut nachvollziehbar, wie ich finde, erklärt.

Bei meiner Initiative zur Rettung von Prokon hatte ich die Vision: Wenn wir, die Geldgeber der alten Prokon, zusammenhalten, können wir dieses bedeutende Unternehmen der Windenergie für die Bürgerenergiebewegung erhalten. Der erste Schritt dahin ist gelungen: Prokon fiel nicht in die Hände eines großen Energiekonzerns. Dieser hat Millionen von Euro dafür eingesetzt, um Prokon übernehmen zu können. Aber die Überzeugung für die Bürgerenergie war stärker als die Millionen des Konzerns.

Ich bringe in die Bewegung für das Bremer Manifest diese Erfahrungen ein. Lasst uns das Gegeneinander, das leicht in vielen Detailfragen entstehen kann, in ein Miteinander verwandeln für dieses entscheidende gesellschaftliche Projekt einer demokratischen dezentralen Versorgung mit Erneuerbaren Energien. Die Tatsache, dass wir alle miteinander verbunden sind und aufeinander angewiesen und von der Sonne abhängig sind, entfaltet ihre Kraft für den Aufbau einer sozialen und ökologischen Energieversorgung der Zukunft.

Wolfgang Siegel, Vorsitzender Die Freunde von PROKON e.V.

 


 
24.01.2017

Neujahrsgrüße von Horst Leithoff aus dem Norden


Liebe FreundInnen der Bürgerenergie,

ich lebe in einer Region, die so gut wie keine Bodenschätze hat, die wenig Industrie beheimatet und im Wesentlichen von einer schlecht verdienenden Primärlandwirtschaft geprägt ist. Andererseits haben wir gute Windverhältnisse, 1.000 Sonnenstunden, ehrliche Menschen und gute Traditionen. Hier oben im Norden haben wir für uns beschlossen, dass wir Wind und Sonne ernten wollen. Das betrachten wir als unsere Chance, Wertschöpfung in unser Land zu holen. Viele unserer WindmüllerInnen haben erkannt, dass ihnen der Wind nicht allein gehört. Deshalb wollen wir in unseren Projekten echte Teilhabe ermöglichen.

Projekte konnten im Norden bislang wegen der guten Windhöffigkeit – so nennt man das, wenn der Wind gute Erträge der Windkraftanlagen erwarten lässt – mit schönen Renditen betrieben werden.  Jeder, der seine Ökonomie zu Hause im Griff hatte, konnte sich an den gemeinschaftlich errichteten Projekten beteiligen. Das haben wir seit vielen Jahren unseren MitbürgerInnen erklärt und sie für die Energiewende gewonnen. Sie erleben aber die Veränderung in ihrer Landschaft ganz direkt. Deshalb sollen sie teilhaben an den Entscheidungsprozessen und den Chancen, die die Energiewende uns bietet. Deshalb laden wir ganz am Anfang schon die Menschen ein, sich solidarisch mit einem Anteil an den hiesigen Bürgerenergieprojekten zu beteiligen. Dafür erhalten sie von uns das Versprechen, dass wir die großen Entscheidungen alle gemeinsam treffen. Wir nennen das unsere Kommanditgesellschaften mit Herz, weil jeder erwachsene Bürger das gleiche Angebot erhält, die gleiche Chance auf Teilhabe an Entscheidung und Wertschöpfung, an Risiko und Gewinn. Die Kommanditgesellschaft ermöglicht eine große Freiheit, den Vertragsrahmen zu gestalten und damit eben auch die Möglichkeit, es fair und gut zu machen.

Wir haben in Nordfriesland einen sehr hohen Anteil an Bürgerprojekten. Wir haben viele Windmühlen errichtet und sehen uns auch in der Verantwortung, jetzt Wege zur Systemintegration aufzuzeigen. Unsere ARGE Netz GmbH & Co. KG (ein Zusammenschluss der Akteure der Regenerativen Stromproduktion in Bürgerhand (ca. 3.500 MW installierte Leistung) arbeitet an der Erfassung der Daten für ein Virtuelles Kraftwerk. Die Energie des Nordens (das sind Windmüller und Betreiber von Photovoltaik, Biogas und anderen energieabhängige Unternehmen in Nordfriesland) startet derzeit grade ihr erstes Power-to-Gas-Projekt, um Wege aufzuzeigen, wie eine Region unabhängig werden kann vom Import von Kohle, Atomstrom und Erdöl. Dies ist ein Teil des N.E.W. 4.0-Projektes der Länder Hamburg und Schleswig-Holstein.

Wir haben uns vorgenommen, dass wir nicht nur unseren eigenen Stromverbrauch selbst decken wollen, sondern auch speicherfähige Energie erzeugen wollen, mit der wir Benzin, Diesel und Heizöl ersetzen können. Erst, wenn wir die Energiewende auch erfolgreich in die Mobilität und die Heiztechnik hineingetragen haben, dann wird der wirkliche Umfang der Energiewende sichtbar. Das wird eine große Kraftanstrengung werden. Eine kleine Elektrolyse-Anlage kostet mit Nebengewerken schon 3 bis 4 Mio. €. Auch ein kleiner Stromspeicher für 1,2 MWh kostet mehrere Millionen. Noch fällt es sehr schwer, diese Technologien unter marktwirtschaftlichen Bedingungen darzustellen. Nur gute Erträge der Windprojekte und Fördermittel ermöglichen derzeit die Errichtung von Speichern, die „Veredelung“ von Strom zu Gas und die Forschung an der Marktintegration von regenerativen Elementen in die Energieversorgung des ganzen Landes. Erst wenn wir ernsthaft beginnen, diese Technologien auszubauen, werden die Anlagenpreise sinken können.

Im Frühjahr werden unsere Mitbürger, unsere befreundeten Windparks und interessierte Unternehmen sich an unserer aktuellen „Power-to-Gas“-Investition beteiligen können. Sie werden zusammen mit uns ein Stück Geschichte schreiben. Nicht, weil wir etwas komplett Neues erfunden hätten, sondern viel eher, weil wir bekannte Technologien neu vernetzen und damit echte Innovation schaffen. Nordfriesland wird auch hier wieder ganz vorne mit dabei sein. Unsere Bürger gehen diesen Weg mit uns. Es kommt nicht darauf an, dass jeder von uns eine Revolution auslöst – es kommt darauf an, dass jeder von uns jeden Tag einen kleinen Schritt in die richtige Richtung geht. Und das kann jeder einzelne tun. Ich wünsche ein gutes neues Jahr 2017.

Horst Leithoff, Energiebürger


 
16.01.2017

Wer sind die Menschen im Arbeitskreis Bremer Manifest?

Menschen in ganz Deutschland engagieren sich für die Bürgerenergie. In den kommenden Wochen werden sich die Personen vorstellen, die aktuell im Arbeitskreis "Bremer Manifest" aktiv sind.

Diese und weitere Portraits finden sich auch auf der Seite des Bündnisses:
Bündnis | Rat für Bürgerenergie
Bürgerenergie | Energie-Bürger_Innen


 
08.01.2017

Klimaretter: Energiewende selber machen


Gelungene Überraschung zu Neujahr: In der aktuellen Aktion des Monats stellt Klimaretter die Initiative Bremer Manifest vor.

Danke, Klimaretter! Wir freuen uns sehr, dass unsere Initiative Bremer Manifest nun als erste Aktion des Monats in 2017 ausgewählt worden ist. Gemeinsam können wir etwas bewegen!

Warum jetzt handeln? Mit dem Pariser Klimaabkommen hat die Weltgemeinschaft bereits Ende 2015 das Langzeitziel gesetzt, die Atmosphäre von der Kohlenstoffbelastung zu befreien. Dies wollen wir – als aktive EnergiebürgerInnen im Bündnis Bürgerenergie tatkräftig unterstützen – hin zu 100% Energie aus erneuerbaren Quellen – vernetzt und so schnell wie möglich.

Der Schutz unserer Ökosysteme ist uns wichtig. Energieverschwendung, weiter wie bisher, grenzenloses Wachstum, Geiz und Gier – all dies gefährdet das Leben auf unserem Planeten Erde in höchstem Maße. Wir wollen nicht, dass bis 2020 zwei Drittel der Wildtiere aussterben.

Die Wissenschaft fordert als Ziel für die Natur und den Erhalt der Artenvielfalt: 50 Prozent des Planeten sollen bis 2050 vor Entwaldung, schmutziger Energie sowie industrieller Fischerei und Landwirtschaft geschützt werden. Dies wollen auch wir unterstützen, gemeinsam für unsere Lebensgrundlagen!


 
01.01.2017

Axel Berg erklärt die dezentrale Energieversorgung


Der Vorstandsvorsitzende von Eurosolar, Dr. Axel Berg, ist Unterstützer des Bremer Manifests. In einem neuen Video erklärt er das Einmaleins der Energiewende. Er zeigt den wohl stärksten Einsatz weltweit im Energiesektor tätiger Konzerne auf, ihre Marktmacht in der zentralen Energieversorgung zu sichern bzw. auszuweiten. Dabei ist das dezentrale Energieversorgungssystem für alle Menschen auf dieser Welt nicht nur ökologisch notwendig, sondern auch volkswirtschaftlich günstiger, risikoärmer und preiswerter für alle EnergieverbraucherInnen und SteuerzahlerInnen. Wir sind mehrere Millionen EnergiebürgerInnen, die ein gemeinsames Ziel haben: Eine lebenswerte Zukunft für alle Menschen in Frieden, herbeigeführt durch eine dezentrale Energieversorgung.

Den Hinweis auf diese Videobotschaft verbinden wir mit guten Wünschen für ein energiereiches Jahr 2017, das wir uns als Jahr der längst überfälligen energiewirtschaftlichen und energiepolitischen Trendwende wünschen – hin zu mehr Bürgerenergie. Der Arbeitskreis Bremer Manifest wünscht ein frohes neues Jahr!


 
23.12.2016

Bremer Manifest Dezember 2016 - Rückblick und Ausblick

Liebe Freundinnen und Freunde der Bürgerenergie,

das alte Jahr neigt sich dem Ende zu. Zeit, zurück zu blicken auf die ersten Schritte des Bremer Manifests. Wir sind mit einer Vision gestartet: „Wir erzeugen unsere Energie selbst, klimafreundlich und sozial.“ Nach dem Bürgerenergie Konvent im September 2016 in Berlin gab es diverse Treffen und Telefonkonferenzen, bei denen viele Gedanken ausgetauscht wurden. Daraus entwickelten sich erste konkrete Ideen. Diese und weitere wollen wir mit Ihnen und Euch gemeinsam umsetzen.

Die Bremer Stadtmusikanten haben wir uns zum Vorbild genommen. In einer schwierigen Phase haben sich die Tiere der Fabel verbündet und wurden erst durch ihre Gemeinschaft stark.

Welche Eigenschaften verbinden wir mit den Fabelwesen?

Esel sind belastbar und stark. Sie stellen die ökologischen Fragen.
Hunde sind treu, sorglos, freundlich. Sie stellen die sozialen Fragen.
Katzen sind wählerisch, opportun. Sie stellen die ökonomischen Fragen.
Hähne sind aufgeweckt, laut. Mit Sonnenaufgang werden sie lebendig.

Wenn alle zusammenkommen, haben sie viel Energie und können sich auch angesichts großer Herausforderungen behaupten. Genauso sehen wir die Bürgerenergie, die die dezentrale und erneuerbare Energiewende voranbringt.

Je mehr Menschen mitmachen, desto wirkungsvoller ist unsere Stimme. An dieser Stelle danken wir allen für die Unterstützung des Bremer Manifests und die Sache der Bürgerenergie in 2016.

Wir laden weiterhin herzlich zum Mitmachen ein! Weitere Infos gibt es hier.

Finanzielle Spenden ermöglichen Publikationen und Weiterentwicklungen der Internetseite. Aktuell planen wir ein Diskussionsforum für den Austausch aller Interessierten der Bürgerenergiewende.

Wir wünschen ruhige Feiertage und einen guten Start in ein energiereiches neues Jahr!

Mit sonnigen Grüßen
aus dem Arbeitskreis Bremer Manifest.


 
22.11.2016

Der Flyer zum Bremer Manifest nebst "Faktencheck #1 Preiswerter Strom" zur Lüge vom teuren Ökostrom


Mittlerweile haben wir - der Arbeitskreis Bremer Manifest - einen Flyer und einen ersten Faktencheck "Preiswerter Strom" erstellt und gedruckt. Damit bewerben wir das Bremer Manifest auf Veranstaltungen und laden jeden Einzelnen zum Mitmachen ein. Gemeinsam mit vielen Menschen wollen wir eine starke Gemeinschaft von EnergiebürgerInnen sichtbar machen – gegen unverantwortliche ungezügelte Gier.

Wenn Sie Flyer des Bremer Manifests verteilen möchten, nutzen Sie einfach unser Bestellformular.

Das Bremer Manifest ist eine "lebende" Bewegung. Dessen Informationsstand aktualisieren wir fortlaufend und entwickeln neue Initiativen. Diese dokumentieren wir auf unserer Webseite. So zeigen wir die vielfältigen, komplexen Ursachen und Wirkungen des aktuellen Energiesystems auf und verdeutlichen für jeden Menschen, wie weiter Fakten geschaffen werden.

Das Bremer Manifest soll ein Dach für alle Menschen sein, die schnellstmöglich 100% erneuerbare Energien wollen. Die unterschiedlichen Vorstellungen zu den Wegen dorthin möchten wir sachgerecht und freundschaftlich erörtern.  Auch wissenschaftlichen Rat holen wir uns ein. All diese neuen Erkenntnisse sollen auf unserer Website und in weitere Faktenchecks einfließen.

Nach der Vorstellung des Bremer Manifestes nebst Website Mitte September 2016 auf dem Bürgerenergie-Konvent verteilen wir ab sofort den Bremer-Manifest-Flyer nebst Faktencheck #1 bei diversen Veranstaltungen und geben interessierten Menschen die Gelegenheit zur Unterstützung des Manifestes durch Mitwirkung und/oder ihre Unterschrift vor Ort. Vorgestellt haben wir das Bremer Manifest u.a. bereits bei

  1. der deutschen EUROSOLAR-Preisverleihung 2016 in Solingen
  2. dem achten Informellen Treff des Solarverein Goldene Meile e. V. in Remagen
  3. dem Festakt zum 30 jährigen Bestehen des Solarenergie-Förderverein Deutschland e. V. in Aachen sowie der Mitgliederversammlung nebst Fachvortrag am Folgetag
  4. dem achten Mini-Symposium des Solarverein Goldene Meile e. V. "Energie und Gesundheit" in Remagen
  5. der Tagung des Bundes der Energieverbraucher e.V. "Verbraucher in der Energiewende" im Beisein von Prof. Dr. Ernst-Ulrich von Weizsäcker (Co-Präsident des Club of Rome) in Bonn Bad Godesberg.

Die Unterschriftenliste steht zum Ausdruck bereit.


 
18.09.2016

Das Bremer Manifest wurde auf dem Bürgerenergie-Konvent vorgestellt


Das Bremer Manifest und die Plattform der Initiative wurde am 17. September 2016 auf dem Bürgerenergie-Konvent des Bündnis Bürgerenergie im VKU Forum in Berlin vorgestellt. Malte Zieher und Wolfgang Siegel stellten die Vision des Arbeitskreises vor, der das Bremer Manifest entwickelt hat. Neben ihnen haben Beate Petersen, Horst Leithoff und Steffi Usbeck mitgearbeitet, so dass sehr vielfältige Erfahrungen der Bürgerenergiebewegung in das Bremer Manifest eingeflossen sind. Die Ideen, wie sich das Bremer Manifest ausbreiten kann und demokratische Strukturen gebildet werden sollen, wurden vorgestellt und mit den Teilnehmern des Workshops weiterentwickelt.