Bremer Manifest - Energie in Bürgerhand

Das Bremer Manifest und die Plattform der Initiative wurden am 17. September 2016 auf dem Konvent des Bündnis Bürgerenergie in Berlin vorgestellt. In diesem Blog berichten wir aus unserem Arbeitskreis.

22.04.2017

In welche Hände gehört die Energieversorgung?

Die Energieversorgung ist ein riesiges gesellschaftliches Unterfangen einer Vielzahl von Akteuren, von kleinen ProduzentInnen von Energie bis zu großräumigen Netzbetreibern. Zunehmend wird auch die Rolle von Menschen und Unternehmen, die Energie speichern, wichtiger. Die Energieversorgung befindet sich in einem großen Umbruch durch die Erneuerbaren sauberen Energien und dem bevorstehenden Ende der schmutzigen Energien, den anstehenden Veränderungen in der Mobilität durch selbststeuernde Autos und den innovativen Technologien zum Erhalt warmer Wohnungen.

In wessen Händen wird diese neue Energieversorgung liegen? Wird es in den Händen weniger Personen liegen, die die Unternehmen beherrschen? Dazu gehört eine zentralistische Struktur, für die große Finanzmassen eingesetzt werden können. Auch wir BürgerInnen verfügen zusammen über große finanzielle Möglichkeiten. Wir sollen aber unser Geld über die Banken in Hedgefonds und Aktien einbringen, so dass die Großunternehmen das Kapital für große Konzepte zur Verfügung haben. Das Kleinanlegerschutzgesetz behindert enorm, dass Genossenschaften und andere Bürgergesellschaften Kapital einsammeln und sich im Energiemarkt und anderswo wirtschaftlich beteiligen. Das Kleinanlegerschutzgesetz ist in seiner realen Auswirkung ein Bankenförderungs- und Bürgerbeteiligungsverhinderungsgesetz.

Die zentralistische Energieversorgung ist klimafeindlich, weil sie den Ausbau der sauberen erneuerbaren Energien verhindert und noch möglichst lange die atomaren und fossilen Großkraftwerke laufen lassen will. Und in der Zeit bis zum unausweichlichen Ende dieser Energieträger sollen die BürgerInnen, die Wind-, Solar- und Bioenergie nach vorn gebracht haben, aus dem Markt gedrängt werden. Die Entwicklung von Selbstversorgung mit Energie, wie z.B. Mieterstrom, wird durch komplizierte Bürokratie enorm behindert. An wirklichen Energiesparkonzepten besteht kein Interesse, da nur die verkaufte Energie profitabel ist. Überall sind in den energieversorgungsrelevanten Gesetzen Hindernisse für die schnellstmögliche Entwicklung einer dezentralen, bürgernahen und sozialen Energieversorgung mit sauberen Energien eingebaut.

Sehen wir dieser Entwicklung zu Lasten des Klimas und der Bevölkerung tatenlos zu? Oder entdecken wir unsere Kraft als Bürgerenergiebewegung für eine dezentrale Energieversorgung, die in den Händen der BürgerInnen zu liegen hat und von den finanzkräftigeren MitbürgerInnen unter Berücksichtigung des Gemeinwohls finanziert wird? Unzählige Modellprojekte und Ideen, wie die Bürgerenergiewende zu gestalten sind, liegen schon vor. Die Initiative für das Bremer Manifest vom Bündnis Bürgerenergie stärkt das Gemeinschaftsbewusstsein als Grundlage für ein gemeinsames Handeln der Bürgerenergieakteure. 

Passend zum Thema: Studie mit Grundlagenforschung zu den positiven Effekten der Bürgerenergie

Das Fazit der vom Institut für ZukunftsEnergieSysteme (IZES) mit Finanzierung von BBEn und Greenpeace Energy vorgestellten Studie lautet: Energie-Projekte in Bürgerhand stärken die lokale Wertschöpfung mit Milliarden-Investitionen und bringen vor Ort vielfältigen gesellschaftlichen Nutzen.

https://www.buendnis-buergerenergie.de/aktuelles/news/?newsid=80&cHash=e8d1f042956edc5393669c7e87aea60a


 
18.04.2017

Die Unterstützenden der Bürgerenergie sind eine starke Gemeinschaft

Unter den 80 Mio. Bundesbürgern setzen sich einige Millionen Menschen mit der Energiepolitik, dem Klimawandel und seinen weltweiten sozialen und ökologischen Folgen bewusst auseinander. Wir im Bündnis Bürgerenergie gehören dazu. Wir sind Mitglieder von Energiegenossenschaften, wir kaufen „grünen Strom“, achten auf Energiesparen und suchen sinnvolle Geldanlagen, bei denen die Gewinne nicht das wichtigste sind. Viele von uns arbeiten als TechnikerInnen, als IngenieurInnen, als WissenschaftlerInnen, als kommunale BeamtInnen, als ManagerInnen und nicht zuletzt als ehrenamtlich Engagierte an einer dezentralen und sozialen Energieversorgung. So engagieren wir uns auf vielfältige Weise für eine wirkliche Energiewende. Wir wissen auch mehr oder weniger Bescheid um die katastrophalen Folgen des neuen EEG. Aber noch werden unsere Ziele in der lauten Propaganda von den Zentralisten übertönt. Die Konzerne und die Bundesregierung verfolgen eine zentralistische Energiepolitik.

Diejenigen, die 100% Erneuerbare Energien so schnell wie möglich wollen, sind jetzt schon eine starke Gemeinschaft. Wenn uns dies bewusst wird und wir gemeinsam handeln, können wir die Fakten der Energiepolitik ans Licht bringen. Viele Lügen werden zwar aus Gleichgültigkeit hingenommen. Dies gilt jedoch nicht für die Mehrheit der BürgerInnen in der wichtigen Überlebensfrage wie dem Klimawandel. Viele Menschen werden aufhorchen, wenn die Tatsachen bekannt werden. Dann werden sie sich auch für die Kreativität der Bürgerenergiebewegung zur Lösung der Energiefragen interessieren und bewusster Teil dieser Gemeinschaft werden.

Wir wollen uns nicht zersplittern und gegeneinander ausspielen lassen. Das Bremer Manifest bietet unabhängig von den noch bestehenden Differenzen in Detailfragen die Minimalplattform, dass sich Tausende oder gar Millionen von Menschen als Gemeinschaft für Bürgerenergie zu erkennen geben. Für alle sichtbar äußern wir uns: Wir wollen 100% Erneuerbare Energien so schnell wie möglich.“ Nur – wir alle müssen es auch tun. Das Bündnis Bürgerenergie hat mit seiner Gründung den Anfang für den Zusammenhalt gemacht. Das Bremer Manifest ist ein weiterer Schritt. Jeder Unterzeichner lebt diese Gemeinschaft und macht zwei oder mehr weitere UnterstützerInnen darauf aufmerksam. „Aus eins und eins werden viele.“ Auf diese Kraft der Bürgerenergiewende bauen wir.

Passend zum Thema: Prosumern gehört die Zukunft

Der Bericht "Bürgerenergie - heute und morgen", den das Bündnis Bürgerenergie kürzlich veröffentlicht hat, zeigt: den Prosumern gehört die Zukunft

https://www.buendnis-buergerenergie.de/bericht-buergerenergie-heute-und-morgen/


 
09.04.2017

Lüge und Wahrheit in der Energiepolitik?

Das menschliche Gehirn ist dafür da, seinem Träger ein möglichst korrektes Bild der Realität zu erstellen, damit er oder sie sich optimal im Umfeld orientieren können. Deshalb lehnen alle Menschen es „aus hirntechnischen Gründen“ ab, belogen zu werden. Das hat erst einmal mit Moral gar nichts zu tun, sondern es ist eine Überlebensnotwendigkeit, nicht auf Lügen, d.h. auf Falschinformationen hereinzufallen. Deshalb kann ein Politiker, der offiziell beim Lügen erwischt wird, seine Karriere bis auf weiteres an den Nagel hängen.

Die Lüge wird genutzt, um persönliche Vorteile gegenüber anderen zu erzielen. Manchmal belügen wir uns sogar selbst, wird gesagt. Das ist aber „hirntechnisch“ nicht möglich, sich selbst bewusst zu lügen. Man muss schon an seinen Selbstbetrug auch glauben, und das ist keine Lüge. Die Lüge ist also das bewusste planmäßige Vortäuschen „falscher Tatsachen“, um andere Menschen für eigene Zwecke auszunutzen. Manchmal mag dies sogar notwendig sein, um sich zu schützen. Wo gelogen wird, gibt es keine Gemeinsamkeit.

Die Bundesregierung hat mit dem neuen EEG erklärt, dass sie die Energiewende voranbringen will. Tatsache ist aber, dass sie den Ausbau der Erneuerbaren Energien drastisch beschneidet und viele rechtliche Hindernisse aufbaut gegen eine dezentrale Energieversorgung mit intelligenten Speicherungs- und Leitungssystemen. Sie will, dass die großen Konzerne Maximalprofite aus einer zentralistischen Energieversorgung ziehen mit großen Produktions-, Verteilungs- und Speicherungsanlagen, die den Einsatz von großem Kapital z.B. aus Hedgefonds erfordern. Die Erneuerbaren Energien sollen erst dann richtig zum Zuge kommen, wenn dieser Umbau sichergestellt ist. Bis dahin soll die Bürgerenergiebewegung, die die Entwicklung der Erneuerbaren Energien überhaupt ermöglicht hat, soweit geschrumpft sein, dass die Erneuerbaren Energien weitgehend in den Händen der Konzerne gelangen. Dieses Vorgehen ist für das Klima eine Katastrophe und darüber hinaus unsozial, da die zentralistischen Energieversorgung uns teuer zu stehen kommen wird.

Die große Mehrheit der Bürger ist in Sorge um das Klima und will die Energiewende so schnell wie möglich, erwartet aber zu Recht, dass sie auch sozial ist.

Wir Bürger verfügen über das Wissen, über das Geld und über das Engagement, eine dezentrale Energieversorgung zu realisieren. Um diese Alternative gegen die zentralistischen Pläne durchzusetzen, organisieren wir praktische Schritte und vernetzen uns weiter. Erfolgreiches gemeinsames Handeln ist zugleich auch Lebensfreude.

Wolfgang Siegel, Vorsitzender Die Freunde von PROKON e.V.


 
12.03.2017

Einladung zur Mitgliederversammlung des Bündnis Bürgerenergie am 24.03.2017 in Bremen

Am 24.03.2017 findet im Gewerkschaftshaus Bremen (Bahnhofsplatz 22) die Mitgliederversammlung des Bündnis Bürgerenergie statt. Von 14 bis 18 Uhr ist viel Zeit für Berichte, Aussprachen und Wahlen in die Gremien des Bündnisses.

Im Anschluss an die Mitgliederversammlung lädt das Bündnis Bürgerenergie mit einem breiten lokalen Bündnis zu einem Abend rund um die Bürgerenergiewende. Um 18 Uhr beginnt die Veranstaltung mit einem Markt der Möglichkeiten, auf dem die BesucherInnen mit Bürgerenergie-Organisationen aus der Region in Kontakt treten können. Von 18:30 bis 19:30 geht ein rasanter Klima Slam über die Bühne, in dem eingeladene WissenschaftlerInnen ihre Forschungen zum Klimawandel und zur Energiewende prägnant, verständlich und unterhaltsam vorstellen. Das Publikum bewertet die Vorträge und kürt so den Slammer des Abends.

Um 20 Uhr beginnt die Podiumsdiskussion zum Thema "Energiewende selber machen - Für das Recht auf Bürgerenergie!". Für viele BürgerInnen bietet die Bürgerenergie eine große Chance zur Teilhabe an der Energiewende im Rahmen von regionalen Erzeuger-Verbraucher-Gemeinschaften. Doch die Möglichkeit von BürgerInnen zu dieser Teilhabe gerät durch zahlreiche neue Gesetze immer stärker in Gefahr. Auf dem Podium soll über die Dynamik der Bürgerenergie-Bewegung und die Politik in Bund und Ländern als Unterstützer und Rahmengeber der Energiewende diskutiert werden. Wie muss sich die Bürgerenergie-Szene organisieren, um politische Veränderungen anzustoßen? Wie können die Aktiven der Bürgerenergie und PolitikerInnen gemeinsam eine dezentrale Neugestaltung der Ökonomie voranbringen? Wie setzen wir ein Recht auf Bürgerenergie durch? Diskutieren werden Julia Verlinden, energiepolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Eva Bulling-Schröter, energiepolitische Sprecherin der Linken-Bundestagsfraktion, Sarah Ryglewski, Bremer SPD-Bundestagsabgeordnete, Michael Sladek, Schönauer Stromrebell der ersten Stunde, und Malte Zieher, Initiator des Bremer SolidarStrom und des Bremer Manifests.


 
11.03.2017

Malte Zieher: "Die Bürgerenergie als Beitrag für eine demokratische und solidarische Ökonomie"


Die Energiewende ist nicht nur ökologisch notwendig, sondern kann auch ein wichtiger Beitrag für eine demokratische und solidarische Ökonomie sein. Wenn aus motivierten, dezentralen Communities Erzeuger-Verbraucher-Gemeinschaften entstehen, ist die Energiewende ein Impulsgeber für die ebenso notwendige Wirtschaftswende. Und das Tolle ist: Die Bürgerenergie ist ein absolutes Erfolgsmodell! Zu sehen, wie viel Kraft viele Bürgerinnen und Bürger dabei jeden Tag ehrenamtlich und professionell in Bürgerenergieprojekte stecken, ist eine große Motivation und ein großer Antrieb für mich.

Das Bremer Manifest unterstütze ich in der Hoffnung, dass für diese engagierten Bürgerinnen und Bürger rund um das Bremer Manifest und das Bündnis Bürgerenergie eine Plattform zum Austausch und zur Vernetzung entsteht. Wir müssen aus den vielen Ideen, die die Menschen in den Regionen haben, die bestehenden Modelle für die Bürgerenergie weiter entwickeln und ganz neue Modelle ersinnen.

Daneben ist das Bremer Manifest eine Gegenstimme zur Lobby der zentralistischen fossilen Konzernwirtschaft und kann auf diese Weise dazu beitragen, sichtbar zu machen, auf welcher starken Basis die Bürgerenergie in allen Regionen fußt. Wenn es uns gelingt, diese Stimme lauter erklingen zu lassen und vielen Menschen neue Ideen zu geben, dann können wir neue Motivation und neuen Auftrieb für die Bürgerenergie-Bewegung entfachen.

Malte Zieher, Energiebürger


 
05.03.2017

Die Story zu unserem Logo


Wir fühlen uns mit den Bremer Stadtmusikanten sehr verbunden. Wir Bürgerinnen und Bürger haben die erneuerbaren Energien mit unglaublichem Erfolg vorangetrieben - als Menschen, die an verschiedenen Stellen Zeit und/oder Geld investiert haben. Jetzt glauben Menschen in der Politik und in Energiekonzernen, dass sie uns gegeneinander ausspielen und mit komplizierten Gesetzen verwirren können. Sie wollen uns scheinbar einzeln ausschalten. Ein ähnliches Schicksal drohte auch den Bremer Stadtmusikanten,nachdem sie ihren Herren nicht mehr nützlich erschienen.

Doch genauso wie die Tiere in der Fabel, die den Menschen ja ein Vorbild sein sollen, schließen wir uns zusammen. Wir gehen unseren Weg gemeinsam in eine lebenswerte Zukunft. Die Bremer Stadtmusikanten haben mit Intelligenz und Zusammenarbeit die Räuber aus dem Haus gejagt. Wir vertreiben die Gedanken des Maximalprofits aus dem Haus der Energie. Wir haben schon begonnen, es entsprechend den Bedürfnissen der ganzen Gesellschaft nach einer sicheren, preiswerten und demokratischen Energieversorgung zu gestalten. Wie die Bremer Stadtmusikanten leben wir als Freunde der Bürgerenergie fröhlich und mit Musik und Kultur in unsere energetische Zukunft hinein, zusammen mit allen am Gemeinwohl orientierten Menschen. Wir danken dem unbekannten Erfinder dieser schönen und lehrreichen Fabel mit unserem Logo.


 
21.02.2017

Petra Franz: "Energiewende im Sinne des Gemeinwohls"

Bereits als Jugendliche beschloss ich, meinen Beruf im Bereich der Erneuerbaren Energien zu suchen. Ich sehe sie als eine mögliche Antwort, wie wir uns mit Wärme, Strom und Treibstoff versorgen können, ohne dafür Ökosysteme weiter zu zerstören oder zu gefährden. 2001 fand ich als Diplom-Physikerin den beruflichen Einstieg in die Branche. Photovoltaik ist seitdem mein Schwerpunkt.

Angesichts der aktuellen politischen Entwicklungen will ich mich jetzt mit Menschen verbünden, um gemeinsam die Rahmenbedingungen für eine Energiewende zu 100% Erneuerbaren Energien zu erarbeiten. Das Bremer Manifest stellt keine Forderungen an andere. Die Stichworte, die mich in dem Text ansprechen: dezentral, demokratisch, Eigenverantwortung, Gemeinschaft. Das ist das, was Bürgerenergie für mich ausmacht. Wir machen unsere Energiewende selbst! Dieser Vision schließe ich mich gerne an und so arbeite ich seit September 2016 im Arbeitskreis zum Bremer Manifest mit.

Auch wenn in dem Manifest das Stichwort "Ökologie" fehlt, will ich die ökologischen Fragen unbedingt mitdenken. Viele Ökosysteme sind aktuell gefährdet. Wenn sie zusammenbrechen, kann das nicht nur Einfluss auf die Menschen haben, die dort leben. Wir leben alle auf diesem einen Planeten, der im Moment noch so unglaublich viel zu bieten hat, auch wenn viele Arten bereits ausgestorben sind und aktuell weiter aussterben. Wenn wir den (noch) vorhandenen Reichtum erkennen und unsere Bedürfnisse begreifen, dann ist genug für alle da – in jederlei Hinsicht! Dann finden wir auch Alternativen zu Rohstoffen wie z.B. Lithium, deren Abbau neue ökologische Probleme verursacht.

Ich suche den Dialog. Daher ist mein Hauptanliegen in dem Arbeitskreis, die Internetseite möglichst bald interaktiv zu gestalten, um mit allen, die daran Interesse haben, in den Austausch zu kommen. Dezentral und an dem Ort, wo wir gerade durch das Internet miteinander verbunden sind. Lasst uns die Energiewende gemeinsam so gestalten, dass wir alle davon profitieren können. Technisch gibt es schon jetzt jede Menge Lösungen und ich bin mir sicher, dass die Menschheit auch Antworten auf die noch offenen Fragen finden kann. Zeitnah und im Sinne des Gemeinwohls: ökonomisch, sozial und ökologisch!

Petra Franz, Energiebürgerin und #nachhaltig #unterwegs


 
13.02.2017

Beate Petersen: "100% Erneuerbare Energien so bald wie möglich, da nicht handeln teu(r)er wird!“


Energiepolitik ist auch Wirtschaftspolitik. Es gilt, (wieder) verantwortungsvoll zu handeln, weil es uns Menschen, unserer Mitwelt und unserer Erde gut tut!

„Wirtschaft ist Wachstum“ - wirklich? So sagt und lehrt man jedenfalls immer noch. Ethisch ist dies nicht, denn es geht auf Kosten anderer. Warum sollen nur wenige Menschen gut leben und andere dafür auf lebensnotwendige Ressourcen verzichten müssen?

Machen wir uns unseres ökologischen Fußabdrucks bewusst, der als moralischer Rucksack noch schwerer wiegen müsste! Da handle ich doch lieber und zeige stattdessen meinen ökologischen Handabdruck. ;-)  
BürgerEnergiE, Bioland-Anbau, Gemeinwohl-Ökonomie… – dies sind Bewegungen, die aus bürgerschaftlichem Engagement entstanden sind, weil Bürger*innen nicht mehr warten, sondern starten – und mutig handeln. Für uns alle!

Mit Glück fängt auch Politik vermehrt solche Samen des Wandels auf und verabschiedet sich endlich vom „Weiter so!“. Nur auf Technik zu vertrauen, heißt: nur Symptome lindern, nicht aber Ursachen heilen! Mit gutem Gewissen maßvoll wirtschaften – DAS ist echter Gewinn!

BürgerEnergiE ist Teil der regionalen – ökologisch-sozialen - Wirtschaft, die echte Wertschöpfung in der Region hält und auskömmliche Arbeitsplätze schafft. Damit bleiben Gewinne, verlässliche Steuereinnahmen und Teilhabe in der Region. Steuern werden dort gezahlt, wo Energie erzeugt und Umsätze erzielt werden. Sonst fehlt vor Ort weiterhin das Geld, um Bildung, Infrastruktur etc. zu bezahlen, wovon wir doch alle profitieren! Gemeinsam das Gemeinwohl mehren ist etwas vollkommen anderes als die heute - egal auf wessen Kosten - übliche grenzenlose Gewinnmaximierung.

„Grenzen des Wachstums“ – eine Forderung, die fast ein halbes Jahrhundert alt ist. Etwas jünger, aber ebenso bekannt ist der „Stern-Report“ mit der Kern-Aussage, dass frühzeitiges - klimaschützendes - Handeln im Ergebnis zwar kostet, dies aber deutlich weniger sein wird als (zu) spät oder nicht zu handeln. Klimaschäden und Folgen sind bezifferbar - dies sollte Entscheidungsträger lenken, nicht die Lobbyisten!

Zusammenhänge erkennen ist wichtig, Handeln für den Wandel lohnt und sinnhaftes Tun macht Freude - davon bin ich überzeugt!

Die Energiewende ist eine zukunftsfähige VISION Vieler, die Energie einsparen, effizient nutzen und vielfältig handeln – auch mit der eigenen Solaranlage und/oder der Beteiligung an Bürgerenergieprojekten, die nur gemeinsam umgesetzt werden können… Starten statt warten – DAS geht auch mit kleinen Beiträgen, wenn wir es als UNSER gemeinsames Ziel definieren und wirklich vernetzt umsetzen (wollen).

BürgerEnergiE ist sozial, weil wir JETZT in den Umbau unseres Energiesystems investieren, um ZUKÜNFTIG weder Rohstoffkosten noch teure Energie-Importe bezahlen zu müssen.  SONNE ist unsere Energiequelle. Sie scheint schon heute überall und schickt uns dafür – angelehnt an den Energie-Pionier Franz Alt - keine Rechnung… Dezentral erneuerbar - diese Energieversorgung geht nur MIT den Bürger*innen, nicht gegen sie. Mit BürgerEnergiE investieren wir in UNSERE Zukunft: Unabhängigkeit und Preisstabilität sind unbezahlbar und Friedensstifter!

Beate Petersen, Diplom-Finanzwirtin, engagiert auch in Gemeinwohl-Ökonomie und BürgerEnergie – dezentral erneuerbar & bürgernah!


 
25.01.2017

Wolfgang Siegel: "Das Bremer Manifest und meine Vision"


Es gibt nur eine Erde, die allen gehört, die auf ihr leben. Lernen, in Verbundenheit zu handeln, das ist die größte Herausforderung meines Lebens.

In Bremen ist die Vision in unserer Gruppe engagierter Bürger aus dem ganzen Bundesgebiet lebendig geworden, dass die Energieversorgung in die Hände der Menschen gehört, die von einer sicheren und bezahlbaren Energieversorgung abhängig sind. Sie, die Leserin und der Leser gehören auch dazu. Außerdem sind wir alle auf eine lebenswerte Umwelt und einen Stopp des Klimawandels angewiesen. Deshalb brauchen wir, ob arm oder reich, 100% erneuerbare Energien mit intelligenten Speicherungen und Leitungssystemen so schnell wie möglich.

Wir müssen zusammenhalten, wenn wir dieses große übergeordnete Ziel erreichen wollen, auch wenn wir bei einzelnen Themen unterschiedliche Auffassungen haben. Gemeinsam haben wir die Kraft, uns gegen die großen Energiekonzerne, die der politischen Führung unseres Landes ihr Konzept diktieren, durchzusetzen. Diese wollen eine zentralistische Versorgung mit großen Kraftwerken, um dort ihr enormes Kapital maximal gewinnbringend zu Lasten des Gemeinwohls einzusetzen. Die Profite aus dem von uns, den Steuerzahlern, subventionierten Kohle- und Atomstrom sollen solange wie möglich fließen. Später wollen sie allein die Erneuerbaren in der Hand halten. Monopolprofite im Energiesektor stehen für sie in Aussicht, die von uns Bürgern teuer bezahlt werden. Dr. Axel Berg hat dies für jedermann und jede Frau sehr gut nachvollziehbar, wie ich finde, erklärt.

Bei meiner Initiative zur Rettung von Prokon hatte ich die Vision: Wenn wir, die Geldgeber der alten Prokon, zusammenhalten, können wir dieses bedeutende Unternehmen der Windenergie für die Bürgerenergiebewegung erhalten. Der erste Schritt dahin ist gelungen: Prokon fiel nicht in die Hände eines großen Energiekonzerns. Dieser hat Millionen von Euro dafür eingesetzt, um Prokon übernehmen zu können. Aber die Überzeugung für die Bürgerenergie war stärker als die Millionen des Konzerns.

Ich bringe in die Bewegung für das Bremer Manifest diese Erfahrungen ein. Lasst uns das Gegeneinander, das leicht in vielen Detailfragen entstehen kann, in ein Miteinander verwandeln für dieses entscheidende gesellschaftliche Projekt einer demokratischen dezentralen Versorgung mit Erneuerbaren Energien. Die Tatsache, dass wir alle miteinander verbunden sind und aufeinander angewiesen und von der Sonne abhängig sind, entfaltet ihre Kraft für den Aufbau einer sozialen und ökologischen Energieversorgung der Zukunft.

Wolfgang Siegel, Vorsitzender Die Freunde von PROKON e.V.


 
24.01.2017

Horst Leithoff: "Neujahrsgrüße aus dem Norden"


Ich lebe in einer Region, die so gut wie keine Bodenschätze hat, die wenig Industrie beheimatet und im Wesentlichen von einer schlecht verdienenden Primärlandwirtschaft geprägt ist. Andererseits haben wir gute Windverhältnisse, 1.000 Sonnenstunden, ehrliche Menschen und gute Traditionen. Hier oben im Norden haben wir für uns beschlossen, dass wir Wind und Sonne ernten wollen. Das betrachten wir als unsere Chance, Wertschöpfung in unser Land zu holen. Viele unserer WindmüllerInnen haben erkannt, dass ihnen der Wind nicht allein gehört. Deshalb wollen wir in unseren Projekten echte Teilhabe ermöglichen.

Projekte konnten im Norden bislang wegen der guten Windhöffigkeit – so nennt man das, wenn der Wind gute Erträge der Windkraftanlagen erwarten lässt – mit schönen Renditen betrieben werden.  Jeder, der seine Ökonomie zu Hause im Griff hatte, konnte sich an den gemeinschaftlich errichteten Projekten beteiligen. Das haben wir seit vielen Jahren unseren MitbürgerInnen erklärt und sie für die Energiewende gewonnen. Sie erleben aber die Veränderung in ihrer Landschaft ganz direkt. Deshalb sollen sie teilhaben an den Entscheidungsprozessen und den Chancen, die die Energiewende uns bietet. Deshalb laden wir ganz am Anfang schon die Menschen ein, sich solidarisch mit einem Anteil an den hiesigen Bürgerenergieprojekten zu beteiligen. Dafür erhalten sie von uns das Versprechen, dass wir die großen Entscheidungen alle gemeinsam treffen. Wir nennen das unsere Kommanditgesellschaften mit Herz, weil jeder erwachsene Bürger das gleiche Angebot erhält, die gleiche Chance auf Teilhabe an Entscheidung und Wertschöpfung, an Risiko und Gewinn. Die Kommanditgesellschaft ermöglicht eine große Freiheit, den Vertragsrahmen zu gestalten und damit eben auch die Möglichkeit, es fair und gut zu machen.

Wir haben in Nordfriesland einen sehr hohen Anteil an Bürgerprojekten. Wir haben viele Windmühlen errichtet und sehen uns auch in der Verantwortung, jetzt Wege zur Systemintegration aufzuzeigen. Unsere ARGE Netz GmbH & Co. KG (ein Zusammenschluss der Akteure der Regenerativen Stromproduktion in Bürgerhand (ca. 3.500 MW installierte Leistung) arbeitet an der Erfassung der Daten für ein Virtuelles Kraftwerk. Die Energie des Nordens (das sind Windmüller und Betreiber von Photovoltaik, Biogas und anderen energieabhängige Unternehmen in Nordfriesland) startet derzeit grade ihr erstes Power-to-Gas-Projekt, um Wege aufzuzeigen, wie eine Region unabhängig werden kann vom Import von Kohle, Atomstrom und Erdöl. Dies ist ein Teil des N.E.W. 4.0-Projektes der Länder Hamburg und Schleswig-Holstein.

Wir haben uns vorgenommen, dass wir nicht nur unseren eigenen Stromverbrauch selbst decken wollen, sondern auch speicherfähige Energie erzeugen wollen, mit der wir Benzin, Diesel und Heizöl ersetzen können. Erst, wenn wir die Energiewende auch erfolgreich in die Mobilität und die Heiztechnik hineingetragen haben, dann wird der wirkliche Umfang der Energiewende sichtbar. Das wird eine große Kraftanstrengung werden. Eine kleine Elektrolyse-Anlage kostet mit Nebengewerken schon 3 bis 4 Mio. €. Auch ein kleiner Stromspeicher für 1,2 MWh kostet mehrere Millionen. Noch fällt es sehr schwer, diese Technologien unter marktwirtschaftlichen Bedingungen darzustellen. Nur gute Erträge der Windprojekte und Fördermittel ermöglichen derzeit die Errichtung von Speichern, die „Veredelung“ von Strom zu Gas und die Forschung an der Marktintegration von regenerativen Elementen in die Energieversorgung des ganzen Landes. Erst wenn wir ernsthaft beginnen, diese Technologien auszubauen, werden die Anlagenpreise sinken können.

Im Frühjahr werden unsere Mitbürger, unsere befreundeten Windparks und interessierte Unternehmen sich an unserer aktuellen „Power-to-Gas“-Investition beteiligen können. Sie werden zusammen mit uns ein Stück Geschichte schreiben. Nicht, weil wir etwas komplett Neues erfunden hätten, sondern viel eher, weil wir bekannte Technologien neu vernetzen und damit echte Innovation schaffen. Nordfriesland wird auch hier wieder ganz vorne mit dabei sein. Unsere Bürger gehen diesen Weg mit uns. Es kommt nicht darauf an, dass jeder von uns eine Revolution auslöst – es kommt darauf an, dass jeder von uns jeden Tag einen kleinen Schritt in die richtige Richtung geht. Und das kann jeder einzelne tun. Ich wünsche ein gutes neues Jahr 2017.

Horst Leithoff, Energiebürger


 
16.01.2017

Wer sind die Menschen im Arbeitskreis Bremer Manifest?

Menschen in ganz Deutschland engagieren sich für die Bürgerenergie. Einige dieser Personen sind aktiv im Rat für Bürgerenergie, der sich auf der Homepage des Bündnis Bürgerenergie vorstellt.

In den kommenden Wochen sammeln wir hier im Blog die Kurzprofile der Personen, die aktuell im Arbeitskreis "Bremer Manifest" aktiv sind.


 
08.01.2017

Klimaretter: Energiewende selber machen


Gelungene Überraschung zu Neujahr: In der aktuellen Aktion des Monats stellt Klimaretter die Initiative Bremer Manifest vor.

Danke, Klimaretter! Wir freuen uns sehr, dass unsere Initiative Bremer Manifest nun als erste Aktion des Monats in 2017 ausgewählt worden ist. Gemeinsam können wir etwas bewegen!

Warum jetzt handeln? Mit dem Pariser Klimaabkommen hat die Weltgemeinschaft bereits Ende 2015 das Langzeitziel gesetzt, die Atmosphäre von der Kohlenstoffbelastung zu befreien. Dies wollen wir – als aktive EnergiebürgerInnen im Bündnis Bürgerenergie tatkräftig unterstützen – hin zu 100% Energie aus erneuerbaren Quellen – vernetzt und so schnell wie möglich.

Der Schutz unserer Ökosysteme ist uns wichtig. Energieverschwendung, weiter wie bisher, grenzenloses Wachstum, Geiz und Gier – all dies gefährdet das Leben auf unserem Planeten Erde in höchstem Maße. Wir wollen nicht, dass bis 2020 zwei Drittel der Wildtiere aussterben.

Die Wissenschaft fordert als Ziel für die Natur und den Erhalt der Artenvielfalt: 50 Prozent des Planeten sollen bis 2050 vor Entwaldung, schmutziger Energie sowie industrieller Fischerei und Landwirtschaft geschützt werden. Dies wollen auch wir unterstützen, gemeinsam für unsere Lebensgrundlagen!


 
01.01.2017

Axel Berg erklärt die dezentrale Energieversorgung


Der Vorstandsvorsitzende von Eurosolar, Dr. Axel Berg, ist Unterstützer des Bremer Manifests. In einem neuen Video erklärt er das Einmaleins der Energiewende. Er zeigt den wohl stärksten Einsatz weltweit im Energiesektor tätiger Konzerne auf, ihre Marktmacht in der zentralen Energieversorgung zu sichern bzw. auszuweiten. Dabei ist das dezentrale Energieversorgungssystem für alle Menschen auf dieser Welt nicht nur ökologisch notwendig, sondern auch volkswirtschaftlich günstiger, risikoärmer und preiswerter für alle EnergieverbraucherInnen und SteuerzahlerInnen. Wir sind mehrere Millionen EnergiebürgerInnen, die ein gemeinsames Ziel haben: Eine lebenswerte Zukunft für alle Menschen in Frieden, herbeigeführt durch eine dezentrale Energieversorgung.

Den Hinweis auf diese Videobotschaft verbinden wir mit guten Wünschen für ein energiereiches Jahr 2017, das wir uns als Jahr der längst überfälligen energiewirtschaftlichen und energiepolitischen Trendwende wünschen – hin zu mehr Bürgerenergie. Der Arbeitskreis Bremer Manifest wünscht ein frohes neues Jahr!


 
23.12.2016

Bremer Manifest Dezember 2016 - Rückblick und Ausblick

Liebe Freundinnen und Freunde der Bürgerenergie,

das alte Jahr neigt sich dem Ende zu. Zeit, zurück zu blicken auf die ersten Schritte des Bremer Manifests. Wir sind mit einer Vision gestartet: „Wir erzeugen unsere Energie selbst, klimafreundlich und sozial.“ Nach dem Bürgerenergie Konvent im September 2016 in Berlin gab es diverse Treffen und Telefonkonferenzen, bei denen viele Gedanken ausgetauscht wurden. Daraus entwickelten sich erste konkrete Ideen. Diese und weitere wollen wir mit Ihnen und Euch gemeinsam umsetzen.

Die Bremer Stadtmusikanten haben wir uns zum Vorbild genommen. In einer schwierigen Phase haben sich die Tiere der Fabel verbündet und wurden erst durch ihre Gemeinschaft stark.

Welche Eigenschaften verbinden wir mit den Fabelwesen?

Esel sind belastbar und stark. Sie stellen die ökologischen Fragen.
Hunde sind treu, sorglos, freundlich. Sie stellen die sozialen Fragen.
Katzen sind wählerisch, opportun. Sie stellen die ökonomischen Fragen.
Hähne sind aufgeweckt, laut. Mit Sonnenaufgang werden sie lebendig.

Wenn alle zusammenkommen, haben sie viel Energie und können sich auch angesichts großer Herausforderungen behaupten. Genauso sehen wir die Bürgerenergie, die die dezentrale und erneuerbare Energiewende voranbringt.

Je mehr Menschen mitmachen, desto wirkungsvoller ist unsere Stimme. An dieser Stelle danken wir allen für die Unterstützung des Bremer Manifests und die Sache der Bürgerenergie in 2016.

Wir laden weiterhin herzlich zum Mitmachen ein! Weitere Infos gibt es hier.

Finanzielle Spenden ermöglichen Publikationen und Weiterentwicklungen der Internetseite. Aktuell planen wir ein Diskussionsforum für den Austausch aller Interessierten der Bürgerenergiewende.

Wir wünschen ruhige Feiertage und einen guten Start in ein energiereiches neues Jahr!

Mit sonnigen Grüßen
aus dem Arbeitskreis Bremer Manifest.


 
22.11.2016

Der Flyer zum Bremer Manifest nebst "Faktencheck #1 Preiswerter Strom" zur Lüge vom teuren Ökostrom


Mittlerweile haben wir - der Arbeitskreis Bremer Manifest - einen Flyer und einen ersten Faktencheck "Preiswerter Strom" erstellt und gedruckt. Damit bewerben wir das Bremer Manifest auf Veranstaltungen und laden jeden Einzelnen zum Mitmachen ein. Gemeinsam mit vielen Menschen wollen wir eine starke Gemeinschaft von EnergiebürgerInnen sichtbar machen – gegen unverantwortliche ungezügelte Gier.

Wenn Sie Flyer des Bremer Manifests verteilen möchten, nutzen Sie einfach unser Bestellformular.

Das Bremer Manifest ist eine "lebende" Bewegung. Dessen Informationsstand aktualisieren wir fortlaufend und entwickeln neue Initiativen. Diese dokumentieren wir auf unserer Webseite. So zeigen wir die vielfältigen, komplexen Ursachen und Wirkungen des aktuellen Energiesystems auf und verdeutlichen für jeden Menschen, wie weiter Fakten geschaffen werden.

Das Bremer Manifest soll ein Dach für alle Menschen sein, die schnellstmöglich 100% erneuerbare Energien wollen. Die unterschiedlichen Vorstellungen zu den Wegen dorthin möchten wir sachgerecht und freundschaftlich erörtern.  Auch wissenschaftlichen Rat holen wir uns ein. All diese neuen Erkenntnisse sollen auf unserer Website und in weitere Faktenchecks einfließen.

Nach der Vorstellung des Bremer Manifestes nebst Website Mitte September 2016 auf dem Bürgerenergie-Konvent verteilen wir ab sofort den Bremer-Manifest-Flyer nebst Faktencheck #1 bei diversen Veranstaltungen und geben interessierten Menschen die Gelegenheit zur Unterstützung des Manifestes durch Mitwirkung und/oder ihre Unterschrift vor Ort. Vorgestellt haben wir das Bremer Manifest u.a. bereits bei

  1. der deutschen EUROSOLAR-Preisverleihung 2016 in Solingen
  2. dem achten Informellen Treff des Solarverein Goldene Meile e. V. in Remagen
  3. dem Festakt zum 30 jährigen Bestehen des Solarenergie-Förderverein Deutschland e. V. in Aachen sowie der Mitgliederversammlung nebst Fachvortrag am Folgetag
  4. dem achten Mini-Symposium des Solarverein Goldene Meile e. V. "Energie und Gesundheit" in Remagen
  5. der Tagung des Bundes der Energieverbraucher e.V. "Verbraucher in der Energiewende" im Beisein von Prof. Dr. Ernst-Ulrich von Weizsäcker (Co-Präsident des Club of Rome) in Bonn Bad Godesberg.

Die Unterschriftenliste steht zum Ausdruck bereit.


 
18.09.2016

Das Bremer Manifest wurde auf dem Bürgerenergie-Konvent vorgestellt


Das Bremer Manifest und die Plattform der Initiative wurden am 17. September 2016 auf dem Bürgerenergie-Konvent des Bündnis Bürgerenergie im VKU Forum in Berlin vorgestellt.

Malte Zieher und Wolfgang Siegel präsentierten die Vision des Arbeitskreises, der das Bremer Manifest entwickelt hat. Neben ihnen haben Beate Petersen, Horst Leithoff und Steffi Usbeck mitgearbeitet, so dass sehr vielfältige Erfahrungen der Bürgerenergiebewegung in das Bremer Manifest eingeflossen sind.

Mit den Teilnehmern des Workshops wurden die Ideen weiterentwickelt, wie sich das Bremer Manifest ausbreiten kann und wie demokratische Strukturen gebildet werden können.