Bremer Manifest - Energie in Bürgerhand

Energie in Bürgerhand!

Bürger und Bürgerinnen haben bewiesen, dass Beteiligung und verantwortliche Gestaltung erfolgreich zum jetzigen Stand der Energiewende geführt haben. Dahinter wollen wir nicht mehr zurück!

Die Erneuerbaren Energien machen es möglich, Strom und Wärme dezentral zu erzeugen und zu verbrauchen, nicht nur in Eigenheimen und Mietshäusern, sondern auch in Ortschaften, Stadtteilen und größeren Regionen. Wir können inzwischen Strom speichern und intelligent verteilen - und das zu fairen Preisen. Bürgerinnen und Bürger können enorm viel leisten, wenn sie nicht weiter durch Staat und Wirtschaft gehindert werden.

Was ist jetzt zu tun?

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DAS BREMER MANIFEST


Energie in Bürgerhand.
Wir erzeugen unsere Energie selbst,
klimafreundlich und sozial.

Wir, die BürgerInnen, haben die Energiewende ins Leben gerufen. Trotz Gegenwind von Entscheidungsträgern, die noch immer Klientelpolitik für die Energiekonzerne vorziehen, werden wir die Bürgerenergiewende weiter vorantreiben. Im Netzwerk der Bürgerenergie stecken zu viele Ideen, als dass wir uns von der historischen Chance einer dezentralen und demokratischen Energiewende abbringen lassen. Wir waren bisher maßgeblicher Treiber der Energiewende und werden dies auch weiterhin sein.

Für eine demokratische Energieversorgung wollen wir eine von Eigenverantwortung getragene Gemeinschaft schaffen und die Bürgerenergie als gesamtgesellschaftliches und generationenübergreifendes Projekt verankern.

Das Diktat des Maximalprofits in der Energiewirtschaft - zu Lasten des Klimas, der Umwelt und der Menschen - lehnen wir ab. Wir halten die Bürgerenergiewende für den richtigen Weg. Sie dient den Interessen des Klimaschutzes und dem Gemeinwohl.

Mit Kampagnen über die angeblich so teure Energiewende versucht die alte Energiewirtschaft, uns als VerbraucherInnen und als ProduzentInnen von Energie gegeneinander auszuspielen. Wir hingegen wollen die Aufspaltung der Interessen der ProduzentInnen und der VerbraucherInnen von Energie auflösen. Wir kommen aus verschiedenen Akteursgruppen der Gesellschaft und wollen uns für die Bürgerenergiewende vernetzen.

Als BürgerInnen möchten wir lieber preiswerten Strom aus erneuerbaren Energiequellen wie Sonne und Wind als aus Kohle, Erdgas und Atom. Wir wollen so schnell wie möglich eine Energieversorgung aus 100 Prozent erneuerbaren Energien.

Als private GeldgeberInnen für die Produktion erneuerbarer Energien haben wir die Energiewende maßgeblich finanziert. Wir wollen diese Entwicklung weiter vorantreiben und auch künftig unser Geld sinnvoll investieren.

Als private ErzeugerInnen von erneuerbaren Energien wollen wir unseren selbst erzeugten Strom, z.B. durch eine Photovoltaikanlage auf unserem Dach, auch selbst nutzen - ohne die unerträgliche Bürokratie und zusätzliche Abgaben.

Als Bürgerenergiegesellschaften und bürgernahe Stadtwerke haben wir uns regional organisiert und wollen die erneuerbare Energieversorgung so weit wie möglich dezentral gestalten.

Als Ökostromversorger wollen wir den von BürgerInnen erzeugten Strom zu den KundInnen bringen und gemeinsam in den Ausbau der erneuerbaren Energien investieren.

Als Beschäftigte in der Energiewirtschaft wollen wir lieber in der Forschung, Entwicklung, Produktion, Wartung, Speicherung und Verteilung von erneuerbaren Energien arbeiten. In dieser zukunftsorientierten und gesellschaftlich sinnvollen Branche gibt es mehr und sicherere, zukunftsfähige Arbeitsplätze als in der Kohle- und Atomwirtschaft.

Wir alle sind miteinander verbunden und aufeinander angewiesen. Die Sonne schenkt uns allen unsere Energie. In der Energiewirtschaft sind wir auch technisch verbunden durch das gemeinsame Stromnetz. Im breiten Bündnis für die Bürgerenergie wollen wir uns im Bewusstsein dieser Verbundenheit planmäßig als Netzwerk selbst organisieren, denn nur gemeinsam können wir unsere Lösungen für die Energiewende umsetzen. Wir wollen millionenfach für die Energiewende mit einer Stimme sprechen und handeln.

Wir alle, die dieses Manifest unterstützen, wollen uns für dieses Ziel verbinden und verbünden.


Bremen, 15.09.2016

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